11. Mai 2012

Kennst du das Gefühl dich an irgendwas festhalten zu wollen, was sich grade klammheimlich aus deinem Leben verpisst hat? Diese Hilflosigkeit wenn du diese Schmerzen von den Backpfeifen kriegst und du nichts machen kannst. Auf ein betäubendes Gefühl warten - vergebens. Das leben gibt dir die heftigsten Ohrfeigen. Depressionen setzen einen Menschen so stark außer Gefecht. Man hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Dieser verzweifelte Kampf, nichts tun zu können, obwohl man alles tun würde. Sich selbst im weg stehen tut am meisten weh. Versuch mal einen klaren Blick zu schaffen- vergebens. Dieses Herz schreit nach mir, doch ich von die einzige die das nicht versteht. Ein kalter Tag in meinem heißen Herzen geht vorbei..
Alles was du getan hast, hat Sinn gemacht. Aber es tat weh. Diese Backpfeifen zwiebeln immer noch, sie zu kühlen wäre Zeitverschwendung. Ich schau in den Spiegel; alles was ich dort sah, war ein Mädchen das fertig und innerlich kaputt aussah. Alle faselten vom neuen Jahr, wie viel Glück sie sich dann wünschten. Ich wünschte nur, dass ich endlich den Mut aufbringen könnte um mich für eine Therapie anzumelden um von dem Antidepressiva weg zu kommen. Ich fragte mich ehrlich und mit Tränen in den Augen, wieso ich denn noch hier bin wenn du mich sowieso nicht liebst. Ich weiß im Inneren bin ich schon über dich hinweg, irgendwie. Nichts desto trotz fühl ich mich immer noch wie nicht mehr am leben. Ertrunken, erstickt. Ich ballte meine Hand zu einer Faust, schlug damit gegen den Spiegel. Da, das ist mein Leben. So fühl ich mich. Das leben so kaputt, wie ein Spiegel der zerbrach. Meine Hand war Rot. Blut. Ich lief in das Bad und suchte nach Pflaster, noch bevor meine Eltern was mitkriegen. Es schmerzte so. Danach sammelte ich die Scherben auf. Schmiss die in denn Mülleimer. Ein befreiendes Gefühl übertraf mich als ich das klimpern von den Scherben hörte. Wer ahnte schon, dass ich, dieses brave Mädchen auch innerlich immer mehr zerbricht. Ich glaube meine Eltern haben sich das anders vorgestellt. Schließlich hab ich sechs Piercings und zwei gedehnte Ohrlöcher, hab die Schule geschmissen und zieh Ende des Jahres hier weg. Ich lieg im Bett.. Ach wen interessiert es überhaupt?! Ich liege hier höre den wind, den regen und verfasse grade meine Gedanken und Gefühle in einen Text zusammen. Und wer sagt, dass erwachsen werden nicht weh tut, der lügt. Es tut weh, aber hilft.

Keine Kommentare: